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Geschichte des Gendarmenmarktes

Die Revolution von 1848/49 kündigte sich schon 1847 auf dem Gendarmenmarkt durch diesogenannte "Kartoffelrevolution" an, ein Aufruhr gegen gestiegene Lebensmittelpreise. Während der Märzrevolution von 1848 wurden die in den Barrikadenkämpfen Gefallenen auf den Stufen des Deutschen Domes feierlich aufgebahrt. Ab September 1848 tagte die preußische Nationalversammlung mehrere Wochen im Großen Saal des Schauspielhauses. So erwies sich dieser Platz nicht nur als ein Ort des Gebetes und des Schauspieles, sondern auch des wechselhaften politischen Geschehens in Berlin. Der seit dem 18.Jahrhundert als Gendarmenmarkt bezeichnete Platz wurde 1688 unter Kurfürst Friedrich III., dem späteren Friedrich I. König in Preußen, in der sog. Friedrichstadt angelegt.

In diesem historischen Viertel siedelten sich vornehmlich französische Einwanderer an, denen der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm mit dem "Edikt von Potsdam" im Jahre 1685 den Schutz ihrer religiösen Freiheit und volles Bürgerrecht zugesichert hatte. Bildung und Fertigkeiten dieser Hugenotten erwiesen sich als segensreich für Preußen, denn in der Folgezeit übernahmen die Flüchtlinge in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und im Staatsdienst entscheidende und für Preußens geistige und wirtschaftliche Entwicklung führende Stellungen.

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Ihnen wurden eigene Schulen und Kirchen sowie das Recht auf Selbstverwaltung zugestanden. König Friedrich I. ließ auf dem Gelände des späteren Gendarmenmarktes sowohl der lutherischen und als auch der französisch-reformierten Gemeinde je einen Platz zum Kirchenbau zuweisen.
Gendarmenmarkt
Beide Kirchenbauten entstanden nach 1701, besaßen damals allerdings noch keine Türme. Unter dem "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. wurden rund um den Platz Stallungen für das Kürassierregiment der Gens d'armes erichtet. Von der Anwesenheit dieser "gendarmes" leitet sich der Name des Platzes her.

Friedrich der Große ließ die Stallungen im Jahre 1773 abreißen, und der Platz erhielt eine einheitliche Umbauung mit dreistöckigen Häusern. Ein kleines französisches Komödientheater wurde zwischen den beiden Kirchen errichtet. Es wurde in den Jahren 1800 bis 1802 durch ein neues Nationaltheater mit 2000 Sitzplätzen ersetzt. Dieses von dem Architekten Carl Gotthard Langhans, dem Erbauer des Brandenburger Tores, geschaffene Theater brannte jedoch im Jahre 1817 ab.

Nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels wurde daraufhin bis 1821 ein neues königliches Schauspielhaus erstellt, das in seiner äußeren Form bis heute den Mittelpunkt dieses einmalig schönen architektonischen Ensembles bildet. In diesem Gebäude fand die Uraufführung von Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz", dirigiert vom Komponisten selbst, statt, hier wurde am 2.Oktober 1990, am Vorabend der Wiedervereinigung, der letzte Staatsakt der DDR-Regierung unter Lothar de Maizière mit der Aufführung von Beethovens 9.Symphonie durch Kurt Masur begangen.

(Quelle: Auszug aus den Internetseiten des Deutschen Bundestages)

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